Projekte der Pabst-Rostek Wirtschaftsberatung


Umfrage zu Erfolgsfaktoren und Erfolgspotenzialen Bielefelder Unternehmen.

1. Das Problem

Absatzschwierigkeiten und zunehmender Konkurrenzdruck, starke Nachfragemacht der Kunden bedingen, dass sich Unternehmen in Bielefeld heute mehr denn je auf schwer messbare Einflussgrößen wie Kundenzufriedenheit, Qualifikation der Mitarbeiter, Optimierung der Geschäftsprozesse in Richtung Verbraucher orientieren müssen.

Diese schwer messbaren Faktoren stellen neben reinen Marketing- und Werbemaßnahmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für erfolgreiche Unternehmen dar.

2. Die Umfrage

Vor diesem oben gezeichneten Hintergrund befragten wir 250 Bielefelder Unternehmen (n=250) verschiedener Branchen (Ziehung mittels geschichteter Zufallsauswahl) mit einer schriftlichen Umfrage. Durch die Art der Ziehung versuchten wir trotz geringem „n“ ein annähernd repräsentatives Bild darzustellen.

Die Art der Umfrage hatte explorativ-deskriptiven Charakter, da uns bisher wenige Informationen zu den einzelnen Problemfeldern vorlagen.

Die befragten Unternehmen setzten sich zusammen:

- 31,6 Prozent Industrie und Handwerk

- 32,8 Prozent Handel

- 35,6 Prozent Dienstleister

Die Umfrage wurde per Post an die Unternehmen zugestellt. Es bestand die Möglichkeit der Rücksendung des Fragebogens mit ebenfalls zugesendetem und freigemachtem Rückumschlag, die Möglichkeit der Übermittlung via Telefax und ebenfalls Ausfüllmöglichkeit online über unsere Website, auf der wir ein leicht ausfüll- und absendbares Online-Formular zur Verfügung gestellt haben.

3. Die Untersuchungsziele

Durch die Umfrage sollte ermittelt werden, wie Bielefelder Unternehmen den Standort Bielefeld wahrnehmen, die Kundenstruktur eingeschätzt wird und welche Managementtechniken angewendet werden.

Es sollte herausgestellt werden, wie die Unternehmen das eigene Personal z.B. hinsichtlich der Motivation und Kundenorientierung bewerten.

Weiterhin, ob eine schriftlich fixierte Unternehmensstrategie und ein- oder mehrere Konzepte zu deren Umsetzung und Messung bestehen.

Es sollte hinsichtlich erschwerter Bedingungen bei der Kreditvergabe durch Basel II herausgestellt werden, ob und wie Unternehmen darauf reagieren, wie sie modernes Unternehmensrating einschätzen und bereits darauf reagiert haben.

Wie die Bielefelder Unternehmen die eigene Zukunft erwarten, wurde durch eine Selbsteinschätzung der Zukunft ebenso in die Umfrage mit einbezogen.

Das Gesamtziel der Befragung soll die Zukunfts- und Innovationsfähigkeit sowie Stärken und Schwächen Bielefelder Unternehmen aufzeigen.

4. Die Ergebnisse grob skizziert

Die Ergebnisse der Umfrage ergeben grob skizziert das folgende Bild:

Die Unternehmen des Dienstleistungssektors haben das stärkste Interesse an der Beantwortung unseres Fragebogens gezeigt: 48 Prozent unserer Daten sind von Dienstleistern, die sich die Zeit für unser Projekt genommen haben. Im Handel und im Sektor Industrie und Handwerk hatten wir weniger Resonanz: Industrie und Handwerk beteiligten sich mit 26 Prozent, ebenso wie der Handel.

44 Prozent der Unternehmen nehmen seit über 16 Jahren am Marktgeschehen teil.

Die Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen wird als „sehr gut“ bis „gut“ eingeschätzt.

Die Wirtschaftsfreundlichkeit der Kommune erhält nur ein „befriedigend“ bis „ausreichend“.

Die Zukunftsorientierung, die Mietpreise und die Qualität des verfügbaren Personals erhalten lediglich ein „befriedigend“.

Die Bielefelder Kunden erhalten als „Stammkunden“ eine Note „eins bis zwei“ und Bezug auf „Treue“ eine Note „zwei“ und seien nicht besonders preisbewußt.

Die Unternehmen halten sich selbst mit einer Note eins minus für Kundenorientiert und geben sich in Bezug auf Fehlerfreiheit, Effektivität und Schnelligkeit eine „zwei minus“.

Das eigene Personal wird als „gering“ bis „nicht“ fluktuativ und als „stark“ bis „sehr stark“ kundenorientiert angesehen.

Die Zufriedenheit des Personals wird als „stark“ mit einem „minus“ gesehen, die Motivation hingegen wird als „stark“ eingestuft. Sehr deutlich zeigt sich ein starkes Interesse am Verdienst.

Über 80 Prozent der Unternehmen gaben an, sie hätten kein schriftliches Konzept für die Zukunft festgelegt. 18,5 Prozent davon haben kein solches Konzept und sind der Meinung, sie bräuchten auch keines. 11,3% geben an ein solches Konzept zu haben wissen jedoch nicht, ob dieses jedem bekannt ist.

Das betriebliche Finanzwesen der Unternehmen beinhaltet im Wesentlichen die Aufbereitung der Buchhaltung durch den Steuerberater oder die interne Buchhaltung (BWA, KER und Kurzberichte).

Weit weniger als die Hälfte aller Unternehmen verfügen über ein erweitertes Kennzahlensystem zum Unternehmens-Management.

Die Unternehmen bejahten weder eine steigende Liquidität, Rentabilität, Cashflowentwicklung noch hohe Deckungsbeiträge. Dementsprechend treffen geringe Gewinne und geringes Umsatzwachstum zu. In Forschung und Entwicklung wird eher nicht investiert.

Unternehmensrating halten 20 Prozent nur für einen Vorteil für die Bank, 10 Prozent halten Rating für unnötig und für 15 Prozent stellt es kein Problem dar.

Für die Zunkunft erwarten 70,3 Prozent gute Zeiten für ihr Unternehmen. 40,7 Prozent rechnen mit Wachstum und 29,6 Prozent mit Expansion. 11,1 Prozent müssen aufgeben oder versuchen das Unternehmen zu verkaufen. Weitere 11,1 Prozent rechnen mit Stagnation.

Bei weiterem Interesse an der kompletten Auswertung senden Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an. Wir senden Ihnen die gewünschten Unterlagen gerne per Mail (ca. 7 MB als PDF-Datei) oder per Post.

Zeitraum der Untersuchung: 20.01.05 bis 20.02.2005